Erfolg sichtbar machen

familieplus-Gemeinden besuchen deutsche Modellstädte

Austauschen und lernen vom Programm „Kein Kind zurücklassen“ zur Förderung junger Menschen in allen Lebensbereichen
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Bregenz, 4. September 2015 – Mit seinem zukunftsweisenden Projekt für Kinder- und Familienförderung hat das Bundesland Nordrhein-Westfalen eine Vorreiterrolle im deutschsprachigen Raum eingenommen. Zum Lokalaugenschein in ausgesuchte Modellgemeinden reisten Anfang September 23 Interessierte aus Vorarlbergs Gemeinden – zwölf davon aus familieplus-Gemeinden.

Gesundheit, Bildung und soziale Integration bilden zweifelsohne die Basis für ein gutes Leben. Dass junge Menschen in einem solchen Umfeld aufwachsen können und gefördert werden, haben sich 18 Gemeinden in Nordrhein-Westfalen zur besonderen Aufgabe gemacht. Seit 2012 arbeiten sie mit Unterstützung der nordrhein-westfälischen Landesregierung und der Bertelsmann Stiftung intensiv daran, Angebote an die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen von 0 bis 18 Jahren und ihren Familien anzupassen. Ihr Ziel: Chancengleichheit für alle.

„In Zusammenarbeit mit Vorarlbergs Gemeinden unterstützt das Land Vorarlberg die Familien als Fundament der Gesellschaft. Vorarlberg ist auch im gesellschaftspolitischen Bereich äußerst innovativ, was durch das in Österreich einzigartige Programm ‚familieplus‘ belegt wird. Wir schauen aber auch über den Tellerrand und lernen von unseren Nachbarn“, erläutert Landeshauptmann Markus Wallner.

Zur dreitägigen Exkursion nach Deutschland reisten Anfang September Vertreterinnen und Vertreter von neun Gemeinden aus Vorarlberg: Innerbraz, Lustenau, Mäder und Wolfurt sowie aus den familieplus-Gemeinden Dornbirn, Mellau, Nenzing, Rankweil und Sulzberg. Je einen halben Tag verbrachten die 23 Teilnehmenden in den Städten Dormagen, Hamm, Dortmund, Arnsberg und Düsseldorf, um sich über einige Projekte des Programms „Kein Kind zurücklassen“ zu informieren.

Kinder reden mit
Inspiration für die eigene Arbeit in den familieplus-Gemeinden lieferte zum Beispiel das Netzwerk für Familien in Dormagen, das sämtliche Angebote, von vor der Geburt bis zum Übergang ins Berufsleben, bündelt und koordiniert. Im Kinderparlament, der Bürgermeister-Sprechstunde oder in Jugendforen können Kinder und Jugendliche per Brief, Mail, Facebook oder persönlich ihre Anliegen äußern. Diese fließen direkt in die stadtpolitischen Entscheidungen ein. „Alle Maßnahmen orientieren sich konsequent am Kind unter Einbezug der Eltern. Das ist ein zentraler Wechsel der Perspektive, der zukünftig auch bei uns deutlich mehr berücksichtigt werden muss,“ zeigt sich Andrea Kaufmann, Bürgermeisterin der Stadt Dornbirn, vom Ansatz beeindruckt.“

Gemeinden als Vernetzer
Bildungsgerechtigkeit wird in der Stadt Hamm großgeschrieben. Ihre Überzeugung: Kindern geht es nur so gut, wie es ihren Eltern geht. Und: Wissen wird im Wesentlichen im Elternhaus vermittelt. In Kooperation mit Kindergärten, Schulen, Ärzten, Kliniken und Vereinen hat die Stadt deshalb eine niederschwellige Elternberatung direkt in Kindergärten eingerichtet und die Elternschule Hamm gegründetEin Projekt mit Vorbildwirkung sieht darin der Bürgermeister von Mellau, Tobias Bischofberger: „Wie bei allen Projekten übernimmt auch hier die Gemeinde die Vernetzungsrolle und bringt die unterschiedlichsten Institutionen an einen Tisch. So können sie Angebote sinnvoll und übersichtlich bündeln.“

Gelungene Integration
Wie eine Schule zum Dreh- und Angelpunkt für gelungene Integration werden kann, beweist die Grundschule Kleine Kielstraße in Dortmunds Nordstadt – einem von Arbeitslosigkeit, Armut und Zuwanderung geprägten Stadtteil. Die Schule räumt der Sprachförderung und Entwicklung persönlicher und sozialer Kompetenzen viel Platz ein und richtet sich sowohl an Kinder als auch deren Eltern. Die Angebote werden im und außerhalb des Schulgebäudes umgesetzt: in Elterncafés, Projektwochen, vorschulischer Betreuung oder Kinderstuben direkt in den Wohn­siedlungen. Das Programm wirkt: Ein Indiz dafür ist etwa die mit 44 Prozent überdurchschnittlich hohe Übergangsquote von der Grundschule in das Gymnasium. Sonst liegt sie bei 19 Prozent.

Die Gemeinde Arnsberg hat sich der Integration von Menschen aus Krisenregionen verschrieben und eine besondere Willkommenskultur entwickelt. Der Gemeinde ist es gelungen, in Kooperation mit mehreren Grundschulen, Kindergärten und der Kirche die Zugewanderten mit Einheimischen zusammenzubringen, um Ängste und Vorurteile abzubauen. Stadtfeste, internationale Kochabende, ein neuer großer Kinderspielplatz oder weihnachtliche Treffen sind nur ein paar der Initiativen, die die Gemeinde dafür auf die Beine gestellt hat. Besonders inspiriert vom Arnsberger Modell der Familienzentren zeigt sich Gerlinde Sammer, Verwaltungsverantwortliche für Kindergarten und Schule in Nenzing: „Die drei Bs, Bildung, Beratung und Betreuung den Familien dort anzubieten, wo sie tagtäglich ein- und ausgehen, stellt sich als äußerst wirkungsversprechend dar.“

Webauftritt: Kein Kind zurücklassen

Über familieplus
„familieplus“ ist ein landesweites Programm, welches Gemeinden in Vorarlberg unterstützt, in sämtlichen Lebensbereichen familienfreundlicher zu werden. familieplus-Gemeinden beziehen alle in der Gemeinde lebenden Menschen ein. Denn jede und jeder ist Teil einer Familie, unabhängig von Familienstand, Alter oder Herkunft.

In familieplus-Gemeinden stehen die Bedürfnisse von Familien im Vordergrund. Ziel ist es, ihre Wünsche hinsichtlich Gestaltung von Wohn- und Lebensraum, Nahversorgung, Betreuungs- und Bildungsangeboten, Mobilität, Integration usw. zu erfüllen. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit zwischen Landes- und Gemeindevertretern, öffentlichen Einrichtungen, Vereinen und der Bevölkerung.

Derzeit nehmen 13 Vorarlberger Gemeinden am Programm teil. Neben den jüngsten Mitgliedern Brand und Bürserberg (seit 2015) sowie Mittelberg (seit 2014) sind dies Bezau, Bludesch, Dornbirn, Hohenems, Hörbranz, Langenegg, Mellau, Nenzing, Rankweil und Sulzberg. Alle zwei Jahre stellen sich die Gemeinden einer Qualitätsprüfung durch eine Jury. Die nächste Auditierung und Auszeichnung erfolgt 2016.

Weitere Informationen unter: www.vorarlberg.at/familieplus

 

Quelle: Presseaussendung Land Vorarlberg – Fachbereich Jugend und Familie – familieplus

DeGEval – Jahrestagung 2015 in Speyer

fand statt am 16.09.2015

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Nicht zufällig fällt die Entwicklung der Wissensgesellschaft mit der steigenden Bedeutung der Evaluierung zusammen. Evaluierung ist für sich genommen ein Verfahren der Wissensgenerierung und unterstützt eine wissensbasierte Entscheidungsfindung mit dem Anspruch, steuerungsrelevantes Wissen zu Verfügung zustellen.

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Was ist Selbstevaluation?

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Diese Webseite stellt die Wissensbasis über die Methodologie und Anwendungspraxis der Selbstevaluation für Praktikerinnen und Praktiker bereit.
Selbstevaluation ist ein Evaluationsverfahren, mit dem das eigene professionelle Handeln mit seinen Ergebnissen – auf einer individuellen oder organisationalen Ebene – systematisch beobachtet, analysiert und bewertet wird, um es zu stabilisieren oder zu verbessern. Die professionell Handelnden schauen sich gewissermaßen selbst über die Schulter, untersuchen und beurteilen ihre Arbeit.

SEVAL – Kongress zum internationalen Jahr der Evaluation

fand statt am 03.09.2015

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Die Schweizerische Evaluationsgesellschaft fördert den Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen Politik, Verwaltung, Universität und Beratung im Bereich Evaluation. Sie setzt sich aktiv für die Förderung der Qualität von Evaluationen und deren Verbreitung ein.

Das komplette Programm finden Sie hier.

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Röfix Vorarlberg

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Auftrag war die Evaluierung der psychischen Belastungen am Arbeitsplatz mittels BASA II in einer gemischten Form (Mail- und Papierversion). Anschließend wurden die Ergebnisse mittels einer Gruppenmethode konkretisiert und gemeinsam Lösungsansätze gesucht.

Haus Klosterreben

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Auftrag war die Schärfung der Ergebnisse zur Evaluierung der psychischen Belastungen am Arbeitsplatz, welche von einem anderen Büro mittels Fragebogen erhoben wurden. Diese Ergebnisse wurden gemeinsam in einer Gruppenmethode konkretisiert und Lösungsansätze gesucht.